Wintersturm im VW - Abgasskandal

 

Deutsche Gerichte urteilen zunehmend verbraucherfreundlich / 5000 € Schadensersatz realistisch/ VW-Spitzen im Fokus der Staatsanwaltschaft / Chefaufklärerin schmeißt hin/ VW spielt auf Zeit

                                                                                                                                                 Pressebericht Timmendorfer Strand, 30.01.2017

 

Im September 2015 gab VW offiziell zu, eine illegale Abschalteinrichtung in der Motorsteuerung ihrer Diesel-Fahrzeuge verwendet zu haben. Es stellte sich heraus, dass alleine in Deutschland etwa 2,5 Millionen Fahrzeuge von VW, Audi, Seat und Skoda von diesem einzigartigen Skandal betroffen sind.

 

Schuld sein wollte niemand, Herr Winterkorn kassiert derzeit noch etwa kolportierte 3000 € pro Tag, die USA und Kanada haben bisher an die 15 Milliarden für die Schäden an Staat, Händler und Kunden eingetrieben, in Deutschland war es erstaunlich ruhig – bisher. Der VW-Konzern sitzt seine Schuld am deutschen Kunden außerordentlich erfolgreich und mit störrischer Gelassenheit aus.

 

Täglich fallen tausende Fahrzeuge aus der Gewährleistung heraus, weil die Angst vor dem übermächtigten Gegner und den hohen Prozesskosten in Deutschland den geprellten Käufer ducken lässt - Sammelklagen gibt es in Deutschland (noch) nicht. Eine deliktische Haftung aus Deliktsrecht war lange auch kein Thema, Sittenwidrigkeit und Betrug wollten Gerichte nicht erkennen. Spätestens Ende 2018 hätte VW die Sache dann ausgesessen, ab dann gäbe es keine erfolgsversprechenden Ansprüche mehr, wenn Ihnen Ihr betroffenes Fahrzeug mit dem Partikelfilter oder Motor Probleme bereitet, wenn Sie mit roter Plakette vor den Stadttoren parken müssen oder keinen TÜV mehr bekommen und Ihr Fahrzeug womöglich nach Afrika verramschen dürfen.

 

Das muss nicht so sein, wenn Sie sich wehren. Das Landgericht Regensburg hat am 04.01.17 einem Kunden Recht gegeben. Dieser bekommt ein neues Fahrzeug und zwar ohne, dass er für sein jahrelanges Fahren einen Cent bezahlen muss. Das LG Hildesheim hat am 17.01.17 in einem weiteren Verfahren das Wort Betrug 5x in seine Urteilsgründe geschrieben und dem Käufer eine Rückgabe Zug-um-Zug gegen Rückerstattung des Kaufpreises abzüglich einer geringen Nutzungsentschädigung zugesprochen; dabei wurde das Verhalten von VW mit den Prozessen um Glykolwein und Pferdefleischlasagne verglichen. (Urteile nicht rechtskräftig, d.h. es sind Berufungen möglich )

 

Nach diesen bahnbrechenden Urteilen hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig am 27.01. im Rahmen der Ausweitung der Ermittlungen unter anderem die Villa und das Büro von Herrn Winterkorn durchsucht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass tags zuvor die frühere Verfassungsrichterin und vor gerade mal einem Jahr zur VW- Chefaufklärerin berufene Christine Hohmann-Dennhardt verkündete, für diesen Posten ab 31.01.17 nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

 

Die entscheidenden Gerichte werden diese Details aufmerksam wahrgenommen haben. Es bestehen keine Zweifel mehr, dass VW den finanziell größten Betrug der deutschen Geschichte zu verantworten hat. Wenn Sie vor dem 18.09.2015 eines dieser Fahrzeuge erworben haben, dann haben Sie realistische Chancen, dass Ihnen Ihr Schaden in angemessener Höhe ersetzt wird. Um hier das optimale Resultat zu erzielen, benötigen Sie einen mutigen und akribisch arbeitenden Anwalt, der für Sie das bestmögliche Ergebnis erzielt, ohne dass Sie dabei ein unverhältnismäßig hohes Risiko eingehen. Je nach Einzelfall kommen Rücktritt, Minderung und Schadensersatz durch Klageverfahren oder eine Einigung durch außergerichtlichen Vergleich in Frage.

 

 

Den für Sie in Frage kommenden besten Weg erläutere ich Ihnen gerne im Rahmen eines preiswerten Erstberatungsgespräches.

 

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